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Die Geschichte von Schloss Habsburg |
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| Teil I: Erbauung Teil II: Die frühen Habsburger Teil III: Aufstieg | ||||||
| Teil III: Aufstieg | ||||||
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Wappen der Grafen von Habsburg |
Während
den rund 200 Jahren, die auf die Gründung der Habsburg von 1020
folgten, gibt es kaum Berichte über die Burg selbst. Wohl aber machte
das Geschlecht der Habsburger in dieser Zeit Fortschritte:
Unspektakulär aber stetig gelang es ihm, Besitz und Einfluss im
oberen Elsass, im Frickgau und im Aargau auszuweiten.
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| Entscheidend war, dass sich die Habsburger stets um Nähe und ein gutes Verhältnis zum jeweiligen Oberhaupt des Reiches bemühten. Otto II., "Graf de Havichsberg" begleitete zum Beispiel 1108 Kaiser Heinrich V. auf einem Kriegszug gegen Ungarn und kam so bis Pressburg (Bratislava). Damit dürfte er der erste Habsburger gewesen sein, der österreichischen Boden betrat und dabei ins Donautal und auch nach Wien gelangte. | ||||||
| Ein grosser Schritt nach vorne war um 1135 die Erwerbung der Vogtei über das reiche Kloster Murbach im Elsass durch Graf Werner II. von Habsburg. Dies brachte nicht nur eine Abrundung der Elsässer Besitzungen, sondern auch mittels des Murbacher Tochterstiftes Luzern erstmals Einfluss in der Zentralschweiz. Ein Umstand allerdings, der sich für die Habsburger als nachteilig erweisen sollte, brachte er sie doch in Kontakt mit den späteren Eidgenossen. | ||||||
| Besonders enge Beziehungen als treue Gefolgsleute unterhielten die Grafen von Habsburg zu den Hohenstaufen, der mächtigsten Familie im süddeutschen Raum. Als die Staufer 1137 auf den Thron des Reiches gelangten, beschleunigte sich in ihrem Schatten auch der Aufstieg der Habsburger. | ||||||
| Billig war der Erfolg nicht zu haben: Graf Werner II., Sohn des 1111 auf Schloss Butenheim im Elsass ermordeten Otto II. wurde im Dienste Kaiser Friedrich I. (Barbarossa) bei einem Italienzug 1167 vor den Mauern Roms erschlagen. Sein Enkel wiederum, Graf Rudolf II., hatte die horrende Summe von 1000 Mark Silber aufzubringen, um mitzuhelfen dem späteren Kaiser Friedrich II. 1215 die Wahl zum deutschen König zu ermöglichen. | ||||||
| Schliesslich profitierten die Habsburger massiv vom Aussterben benachbarter Adelsgeschlechter. 1173 waren dies die Lenzburger, wobei Kaiser Friedrich I. Barbarossa persönlich zum Vollzug der Erbteilung auf der Lenzburg erschien. 1218 traf es die mächtigen Herzöge von Zähringen und 1264 die reich begüterten Grafen von Kyburg. Gestützt auf die Verschwägerung mit all diesen Familien und dem Wohlwollen des staufischen Kaiserhauses im Rücken konnten sich die Habsburger jedes mal ein schönes Stück der Erbschaft sichern. | ||||||
| Ein Rückschlag erfolgte 1232. Während Generationen hatte das Haus Habsburg nur einen Erben gehabt. Nun aber teilte Rudolf II., der Alte, den Familienbesitz zwischen seinen Söhnen und spaltete damit die Dynastie in zwei Linien. Der ältere Sohn, Albrecht IV., der Reiche, erhielt die bedeutenderen Besitzungen im Elsass, Aargau und Zürichgau. Der jüngere Rudolf III., der Schweigsame, musste sich mit eher unvorteilhaftem Streubesitz mit Schwerpunkten in der Innerschweiz und am Rhein, nämlich Ottmarsheim sowie Stadt und Schloss Laufenburg, abfinden. | ||||||
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| Mehr als ausgeglichen wurde die Schwächung durch die Teilung mit dem Umstand, dass das nächste Oberhaupt der älteren Linie (später Habsburg - Österreich genannt), ein äusserst tatkräftiger Mann war. Mit 22 Jahren trat Graf Rudolf der IV. 1240 die Nachfolge seines im Heiligen Land als Kreuzfahrer umgekommenen Vaters an und begann gleich in unzähligen Fehden und Raufereien mit seinen Nachbarn sowie den Habsburg - Laufenburgischen Verwandten weitere Rechte und Besitztümer einzusammeln. | ||||||
| Besonders erfolgreich war Graf Rudolf im Elsass. In einem regelrechten Krieg half er den Strassburger Bürgern 1261 / 62 ihren Fürstbischof zu verjagen. Strassburg wurde zur freien Reichsstadt und Rudolf erhielt die Oberhoheit über die Städte Colmar, Mühlhausen und Kaisersberg. | ||||||
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Noch
bedeutender war die Sicherung der Kyburger Erbschaft. Rudolfs Mutter
Heilwig war eine Kyburgerin gewesen. Als 1264 Graf Hartmann von Kyburg als
letzter seines Geschlechtes in voller Rüstung bei seinen Ahnen im Kloster
Wettingen versammelt wurde, war Rudolf sofort zur Stelle und riss sich das
Erbe unter den Nagel. Dabei missachtete er bewusst die Ansprüche der
Witwe des Verstorbenen, Margareta von Savoyen. Diese rief ihren Bruder,
den mächtigen Grafen Peter von Savoyen und sogar den Papst um Hilfe an.
Scheinbar kam es darauf beim Schloss Chillon am Genfer See zu einer
blutigen Begegnung der beiden Grafen mit ihren Rittern und Reisigen. Am
Ende stand aber doch ein Vergleich, bei dem der Savoyer den westlichsten
Teil der Kyburger Besitzungen erhielt, Graf Rudolf aber den Löwenanteil,
von St. Gallen bis Zürich, Gebiete im Aargau, der Innerschweiz und um die
Stadt Freiburg im Üchtland behalten konnte. Margareta erhielt lediglich
die Nutzung einiger Burgen zugesprochen, welche nach ihrem Tode ebenfalls
an Rudolf fallen sollten.
u n v o l l e n d e t, wird vielleicht irgendwann einmal fortgesetzt ...
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